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Kein „Like“ für die Politik

Eine Erklärung der Nichtnutzung politischer Partizipationsangebote bei Facebook

Hanna Marzinkowski, Sophie Heerdegen, Nada Lipovac & Marcus Voigt
 

Berlin, 2019
DOI 10.17174/dcr.v6.10 (SSOAR)

Zusammenfassung: Trotz der hohen Vielfalt und Allgegenwart an Möglichkeiten, der eignen Meinung online Ausdruck zu verleihen, sind viele Menschen nicht oder nur begrenzt bereit, sich daran zu beteiligen. In diesem Beitrag wird daher am Beispiel von Facebook untersucht, warum politische Partizipationsangebote nicht genutzt werden. Dafür werden die etablierten Erklärungen aus dem Civic Voluntarism Model mit spezifischen, auf die Partizipation bei Facebook bezogenen Prädiktoren ergänzt. Zur Überprüfung der Annahmen wird eine Online- Befragung mit n = 463 Personen durchgeführt. Insbesondere Befürchtungen von Folgen im Offline-Bereich sowie eines hohen Aufwandes und eine negative Einschätzung der von politischen Institutionen angebotenen Inhalte können erklären, warum diese Personen Facebook nicht zur politischen Partizipation nutzen. Weitere Prädiktoren sind eine geringe Nutzung von Offline-Partizipationsformen und eine geringe Sichtbarkeit politischer Posts auf der Facebook-Startseite.
 

 


Hanna Marzinkowski ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Kommunikationswissenschaft, Friedrich-Schiller-Universität Jena

Sophie Heerdegen ist Absolventin der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Nada Lipovac ist Absolventin der Friedrich-Schiller-Universität Jena

Marcus Voigt ist Absolvent der Friedrich-Schiller-Universität Jena


Marzinkowski, H., Heerdegen, S., Lipovac, N., & Voigt, M. (2019). Kein „Like“ für die Politik – Eine Erklärung der Nichtnutzung politischer Partizipationsangebote bei Facebook. In I. Engelmann, M. Legrand, & H. Marzinkowski (Hrsg.), Politische Partizipation im Medienwandel (S. 247-273). doi: 10.17174/dcr.v6.10


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